Photo: Josh Trujillo / Seattle Post-Intelligencer
Photo: David Newman
Letter Cloud at the Wing Luke Museum.

Das Asiatisch-Amerikanische Kulturerbe

Amerikaner mit Wurzeln im asiatisch-pazifischen Raum spielten vom Beginn der Besiedlung an eine wichtige Rolle in der Geschichte Seattles.

Chinesische Pioniere – oft alleinstehende Männer, die nach wirtschaftlichem Chancen suchten – kamen erstmals in den 1860er Jahren, um für die Eisenbahn, in Bergwerken, in Konservenfabriken oder in Sägewerken zu arbeiten. Am Hafen wurde ein Chinesenviertel gegründet, das später ein paar Straßenzüge weiter nach Osten verlegt wurde. Wirtschaftliche Abschwünge löste chinesenfeindliche Ausschreitungen aus und gaben Anlass zu diskriminierenden Gesetzen, doch die Chinesen blieben ein bedeutender Bestandteil der wachsenden Stadt. Nach dem Brand von 1889 verlagerte sich der Mittelpunkt von Chinatown mit dem Bau neuer Wohnheime und Eigentümergemeinschaftsbauten östlich der Fifth Avenue South erneut.

Asiatisch-amerikanische Pioniere und Einwanderer schufen einen komplexen multiethnischen Stadtteil, der heute die Bezeichnung Chinatown-International District trägt, wohnten aber auch in landwirtschaftlich genutzten Gebieten, Holzfällerlagern und anderen Gemeinden rund um den Puget-Sund.

Japanische Pioniere kamen in den 1880er Jahren ins Land und arbeiteten als Bauern und Kaufleute. Alleinstehende Männer reisten häufig durch das Washington-Territorium und forderten aus der Heimat „Bild-Bräute“ an, die später nachzogen. Diskriminierende Landeigentumsgesetze machten die harte Arbeit der issei (japanischer Einwanderer der ersten Generation) häufig zunichte, auch wenn das Landeigentum mitunter an nisei (deren in den USA geborene Kinder der zweiten Generation) übertragen oder auf andere kreative Weise verbucht wurde, um solche Gesetze zu umgehen. Ein eigenes Nihonmachi oder Japanerviertel wuchs um die South Main Street und die Sixth Avenue South nördlich von Chinatown. Hier siedelten sich Japaner aus der Stadt an, aber es wurden auch japanische Familien versorgt, die auf dem Lande wohnten. Die Präsidentenverordnung 9066, die Präsident Roosevelt 1942 in Kraft setzte, zwang Amerikaner japanischer Abstammung, die an der Westküste lebten, für die Dauer des Zweiten Weltkriegs in Internierungslager. Die Auswirkungen dieser Maßnahme veränderte Stadtteile und ländliche Gegenden gleichermaßen.

 

Pazifikinsulaner sind Teil der Geschichte des Nordwestens der USA, seit Hawaiianer 1792 mit Kapitän Vancouver zum Puget-Sund segelten. Anfang des 20. Jahrhunderts, nachdem die Philippinen an die USA gefallen waren, suchten viele Filipinos in Seattle nach Arbeit und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Seit den 1960er Jahren wurde Seattle Heimat koreanischer, vietnamesischer, kambodschanischer, laotischer, thailändischer, Hmong- und anderer süd(ost)asiatscher Einwanderer, und die Verschmelzung verschiedener Kulturen der Pazifikanrainerstaaten verleiht unserer Region eine einzigartige Würze und Ästhetik. Der Einfluss asiatischer Kulturtraditionen ist überall in Seattle sichtbar: in der Architektur, in den Gartenanlagen, in der Regionalküche und in den Künsten.

Während der Chinatown-International District nach wie vor den Kernbezirk der asiatisch-amerikanischen Gemeinde von Seattle bildet, sind auch in anderen Kommunen der Region wie White Center, Bellevue, Federal Way und Shoreline lebendige multiethnische Restaurants und Läden zu finden. Zahlreiche Feste und Veranstaltungen wahren Traditionen, und eine Reihe von Museen und Kulturstätten erzählen von der Geschichte und Kultur der asiatischstämmigen Amerikaner im Raum Seattle.

Laden Sie den vollständigen Führer zum asiatisch-amerikanischen Kulturerbe in Seattle herunter!

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